6. Mai 2018: Konzert und Singphonie

Dritte Station der musikalischen Karawane „Bronze, Blech & Blei“ am Hessischen Tag für die Musik im Musikland Hessen auf den Spuren von Orgel-, Glocken- und Bläserklängen durch das Lahntal.

Ein großer Abend der Musik, des Klanges, des gemeinsamen Tönens mit freien Gesangs-Improvisationen. Markus Stockhausen wird den Abend anleiten. Es geht um eine akustische Spurensuche,
bei der die beiden Orgeln (Klais-Orgel und Truhenorgel), die Akustik und Proportionen des Kirchenraumes, die Glocken (klanglich und textlich in Form ihrer Inschriften), und vor allem die anwesenden Menschen in die Gestaltung des Konzertes mit einbezogen werden.

Markus Stockhausen (Trompete und Flügelhorn), Florian Weber (Orgel und Truhenorgel) und Tara Bouman (Klarinette und Bass-Klarinette).

Eintritt frei, Spenden willkommen

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29.04.2018: Hadamarer Orgelspaziergang – Variationen 2018

Herzliche Einladung zum diesjährigen Hadamarer Orgelspaziergang am Sonntag, 29. April 2018 ab 14 Uhr. Das Programm hat in diesem Jahr einen deutlichen „britischen Akzent“ – nicht nur in klanglicher Gestalt der Nelson-Orgel in der Liebfrauenkirche, sondern auch durch die Werke englischer Komponisten:

14:00 Uhr – Konviktkapelle: Andreas Bollendorf
Johann Pachelbel (1653-1706): Präludium in G
Dietrich Buxtehude (c.1637-1707): Passacaglia in d-moll
Johann Pachelbel: Partiten über „Was Gott tut das ist wohl getan“
Dietrich Buxtehude: Präludium in D-Dur

14:45 Uhr – Liebfrauenkirche: Michael Loos und Martin Buschmann
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Andante mit Variationen
Edward Bairstow (1847-1946): Evening song
Christian Heinrich Rinck (1770-1846): Variationen über „Jesu meine Freude“
Samuel Wesley (1766-1837): Duett für Orgel
Edward Elgar (1857-1934): Marsch Nr. 4, op 39,4 für Orgel vierhändig

16:15 Uhr – Schlosskirche Hadamar: Martin Buschmann
Johann Pachelbel (1653-1706): Aria Sebaldina aus dem „Hexachordum Apollinis“
Johann Sebastian Bach (1685-1750): Passacaglia c-Moll
Simon Lesley (*1974): „Britannia waives the rules“

17:00 Uhr – Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk: Michael Loos
Dietrich Buxtehude (c.1637-1707): Ciacona c-moll
Zolt Gárdonyi (*1946): Mozart Changes
Arno Landmann (1887-1966): Variationen über ein Thema von Georg Friedrich Händel op. 29

 

6. Mai 2018: BRONZE, BLECH & BLEI – Orgel-, Bläser- und Glockenklänge entlang der Lahn

Zum Tag für die Musik im Musikland Hessen folgt unter dem Motto „Bronze, Blech und Blei“ eine musikalische Karawane Orgel-, Bläser- und Glockenklängen durch das Lahntal von Dietkirchen über Runkel nach Villmar. Einen wichtigen regionalen Bezug bilden die Glocken als Kulturgut, die größtenteils aus der hessischen Gießerei Rinker (Sinn) stammen. Die Glockenwelt Greifenstein ist als Kooperationspartner in die Veranstaltung eingebunden (Station Runkel). An jeder Station wird das jeweilige Geläut vorgeführt; in Runkel in Gestalt eines „Stadtgeläuts“ aller drei Kirchen.

Die Karawane bewegt sich ferner auf den Spuren des Orgelbaus, der jüngst als UNESCO-Kulturerbe anerkannt wurde. Hierfür stehen u.a. die hessischen Orgelbauer Köhler, Keller, Woehl und Hardt – letztere beide heute noch aktiv. Glockenmotive boten und bieten Inspiration für Orgelliteratur und -Improvisation in den beiden Kurzkonzerten in der Basilika St. Lubentius Dietkirchen (15 Uhr, Organist Michael Loos) und in der Ev. Kirche Runkel (16 Uhr, Orgel Harald Opitz).

Als Intermezzo spielt in Runkel das Gabrieli-Ensemble Bläsersätze alter Meister, u.a. nach der Sammlung „Gassenhawerlin/Reutterliedlin“ (1535) des aus Hadamar stammenden und in Frankfurt tätigen Druckers und Verlegers Christian Engenolff.

Höhe- und Schlusspunkt der „Karawane“ ist das Konzert mit „Singphonie“ in der Pfarrkirche St. Peter und Paul Villmar mit Markus Stockhausen (Trompete, Flügelhorn), Florian Weber (Orgel, Truhenorgel) und Tara Bouman (Klarinette, Bass-Klarinette) als akustische Spurensuche. Dabei werden beide Orgeln, die Akustik und Proportionen des Kirchenraumes, die Glocken und das Publikum unter Anleitung von Markus Stockhausen mit in die Gestaltung einbezogen.

Der Eintritt ist frei – Spenden sind willkommen.

 

EIN FESTE BURG IST UNSER GOTT – Konzert zum Reformationsjubiläum am 29. Oktober 2017

Zum Reformationsjubiläum erklingt Musik von der Gregorianik und ihrer Bearbeitung (Kontrafaktur) durch die Reformatoren bis zu Werken zeitgenössischer Komponisten (John Rutter, Bernhard Hemmerle). Im Zentrum steht der Luther-Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ als Gemeindelied und Bearbeitungen für Orgel und Blechbläser (Johann Pachelbel, Max Reger und Georg Philipp Telemann). Werke der wichtigsten Schöpfer protestantischer Kirchenmusik, Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy, dürfen natürlich nicht fehlen. Mit Samuel Scheidt, Carl Stein und Christian Heinrich Rinck sind Barock und Romantik aus Mitteldeutschland und Hessen vertreten, während Giovanni Gabrielis mehrchörige Bläsermusik aus Venedig prägend für eine ganze Epoche u. a. für seinen Schüler Heinrich Schütz wurde. Diesen ökumenische Aspekt vertreten auch die ausführenden Musiker: Der gemischte Chor aus Hünfelden-Mensfelden (feiert dieses Jahr sein 180-jähriges Jubiläum) unter der Leitung von Josef Schmitt (Elz), das Sacrale Blechbläserensemble und die Choralschola Villmar sowie Dekanatskirchenmusiker Martin Samrock (Diez) an der historischen Voigt-Orgel. Der Eintritt ist frei, Spenden sind wilkommen.

17. Limburger Orgelspaziergang

Der traditionelle „Limburger Orgelspaziergang“ beginnt am Sonntag, 27. August, in der Limburger evangelischen Kirche am Bahnhof. Den Auftakt macht Kantorin Esther Thrun an der Weigl-Orgel um 14 Uhr. In insgesamt vier Innenstadtkirchen erwartet die Zuhörer ein abwechslungsreiches Programm mit Orgelmusik verschiedener Epochen. Von der evangelischen Kirche geht es um 14.45 Uhr in die St. Annakirche. Dekanatskantor Martin Buschmann wird dort die Schiegnitz-Orgel spielen. Anschließend begrüßt die italienische Gemeinde zu einem kurzen Empfang. An der Klais-Orgel erwartet Kantor Harald Opitz die Zuhörer um 16.00 Uhr in der Stadtkirche am Bischofsplatz. Um 16.45 Uhr schließt Domkantor Carsten Igelbrink den Orgelspaziergang im Limburger Dom. Der Erlös der Spenden geht an die ökumenische Suppenküche in Limburg.

TOCCADADA

Grafik: Jakob Piest

Am Sonntag, 11. Juni 2017 lädt TOCCATA Orgelkultur Limburg-Weilburg zu einem literarisch-musikalisch-dadaistischen Nachmittags- und Abendprogramm ein.

Literarischer Spaziergang „Richard Huelsenbeck und Weyer“

DADA im Taunus?! – Kein Witz, der Mitbegründer und wichtiger Chronist des Dadaismus Richard Huelsenbeck (geboren vor 125 Jahren in Frankenau) hatte Weyerer Wurzeln: Sein Großvater Christian Fink stammte aus dem Hintertaunus-Dorf und Huelsenbeck selbst hat den Ort nicht nur in seinem autobiographischen Manuskript „Die Vertreibung aus dem Paradies“ verewigt, sondern auch nachweislich im Jahr 1970 besucht. Begeben Sie sich mit Literaturwissenschaftler Reinhard Pabst und Lokalhistoriker Bernold Feuerstein auf eine literarisch-dadaistische Spurensuche durch den Ort. Treffpunkt um 15:17 Uhr an der Volkshalle im Villmarer Ortsteil Weyer.

Lesung und Performance „Hugo Ball, der magische Bischof der Avantgarde“

Vor 101 Jahren gründete Hugo Ball mit Emmy Hennings in Zürich das „Cabaret Voltaire“, das zur Wiege der Dada-Bewegung wurde (Tristan Tzara, Hans Arp, Richard Huelsenbeck und Marcel Janco). Ausgehend von der Idee des „Gesamtkunstwerks“ inszenierte Ball dort mehrere Dada-Veranstaltungen und trug im kubistischen Bischofskostüm erstmals als neue Kunstform seine Lautgedichte („Verse ohne Worte“) vor. Trotz dieser radikalen Ablehnung aller ästhetischen und moralischen Regelsysteme blieb Ball seiner katholischen Prägung zutiefst verhaftet.
Der Heidelberger Publizist, Literaturkritiker, Herausgeber und Rundfunkjournalist Michael Braun führt Sie durch die Gedankenwelt des Dichters, Dadaisten und Mystikers Hugo Ball. Ergänzt wird die Lesung durch Lautgedichte Balls, vertont von Theodore Antoniou, mit Dietmar Korthals (Klavier) und Bernold Feuerstein (Bariton). Beginn um 19:16 Uhr im Pfarrsaal (Unterkirche) St. Peter und Paul Villmar.

Konzert „Organa Dada“

Gibt es dadistische Orgelmusik? Eigentlich nicht. Doch was wäre – wenn? Wie hätte sich dies angehört? Dieser Frage ging der Organist der Dortmunder Pauluskirche, Dietmar Korthals, dort im vergangenen Jahr anlässlich des Festivals „dadado100“ zum 100-jährigen Dada-Jubiläum nach. Richard Huelsenbeck wuchs in Dortmund und Bochum auf und ist in der Familiengruft bei seinen Eltern und den Großeltern Fink auf dem Südwestfriedhof Dortmund begraben.
Die Verbindung Dortmund-Weyer-Villmar greift das musikalische Programm mit Dietmar Korthals auf. Auf der Villmarer Klais-Orgel und einer Truhenorgel erklingen Werke der Spätromantik (Gerard Bunk, Otto Heinermann) und der Avantgarde (Erwin Schulhoff, Mauricio Kagel). Michael Braun liest dazu weitere Dada-Texte. Beginn um 20:17 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter und Paul Villmar.

Der Eintritt ist frei – Spenden sind willkommen.

7. Hadamarer Orgelspaziergang


Der Hadamarer Orgelspaziergang nimmt am „Tag für die Literatur“ im Literaturland Hessen zum Jahr des Reformationsjubiläums protestantische und katholische Lieddichtung in den Blick.

14:00 Uhr – Ägidienkirche (Mönchberg): „Aus der Dunklen Zeit“
Orgel und Regal: Martin Buschmann und Michael Loos
Die erste Station in der Ägidienkirche auf dem Mönchberg (Thema: „Aus der dunklen Zeit“) erinnert an die Verbrechen Nazi-Deutschlands in der Tötungsanstalt Hadamar. Dichter wie Jochen Klepper, Franz Johannes Weinrich und Dietrich Bonhoeffer drückten ihre Ablehnung des mörderischen Regimes „zwischen den Zeilen“ ihrer geistlichen Lieder aus.

14:45 Uhr – Liebfrauenkirche: „Kontrafaktur“
Choralscholen St. Marien Limburg und St. Peter und Paul Villmar
Orgel: Martin Samrock
In der gotischen Liebfrauenkirche, der ältesten Kirche in Hadamar, verweist das Thema: „Kontrafaktur“ die Bedeutung der Gregorianik für die Anfänge des deutschen Kirchenliedes. Die Schola singt die lateinischen Vorlagen, gefolgt von deren Bearbeitung als Orgelmusik in Form von Choralvorspielen und -begleitungen aus der Reformationszeit sowie davon inspirierten jüngeren Werken.

15:30 Uhr – Schlosshof und Gewölbekeller: Kaffeepause

16:15 Uhr – Ev. Schlosskirche: „Reformation“
Orgel und Truhenorgel: Martin Buschmann
In der Evangelischen Schlosskirche (Thema: „Reformation“) begegnen wir den historischen Ereignissen von Reformation und Gegenreformation in Nassau Hadamar. Literarisch hat dies Wilhelm Heinrich in der 1856 erschienenen Novelle „Gräfin Ursula“ (Gattin von Fürst Johann Ludwig von Nassau-Hadamar) aufgegriffen, in welcher er die musikalische Seite der Gräfin erwähnt. Das Konzert stellt die kirchenmusikalischen Neuschöpfungen der Reformation in ausgewählten Orgelwerken vor.

17:00 Uhr – Kath. Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk: „Gegenreformation“
Orgel: Michael Loos
Abschließend geht es in der Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk, der ehem. Jesuitenkirche (Thema: „Gegenreformation“) um den Einfluss der Jesuiten – u. a. in ihrer Niederlassung in Hadamar. Neben jesuitischen Neudichtungen (z. B. von Friedrich Spee) fanden die populären Kirchenlieder der Reformation Eingang in katholische Gesangbücher. Ein prominentes Beispiel ist das von Landgraf Ernst von Hessen-Rheinfels-Rotenburg 1666 herausgegebene „Rheinfelsische Gesangbuch“. Das Jesuitentheater war von örtlichen Autoren aus dem Orden geprägt. Es erklingt Orgelmusik von der Zeit der Reformation bis ins 20. Jh. im Wechsel mit Texten, die das Spannungsfeld von Reformation und Gegenreformation aufgreifen.

16. Limburger Orgelspaziergang

Am Sonntag, dem 28. August 2016 findet wieder der alljährliche Limburger Orgelspaziergang statt. Bereits zum 16. Mal laden vier kurzweilige Konzerte an den verschiedenen Orgeln der Innenstadtkirchen zum Verweilen ein. Beginn ist um 14.00 Uhr in der Evangelischen Kirche am Bahnhof mit Esther Thrun, gefolgt von der zweiten Station in der Annakirche um 14.45 Uhr mit Martin Buschmann. Im Anschluss daran begrüßt die italienische Gemeinde die Zuhörer vor der Kirche mit Kaffee und Kuchen, bevor es in der Stadtkirche um 16.00 Uhr mit dem musikalischen Programm gestaltet von Harald Opitz weitergeht. Den Abschluss bildet das Konzert im Dom um 16.45 mit Carsten Igelbrink. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei, am Ausgang wird um eine Spende zu Gunsten der Hospizdienste Limburg e.V. gebeten.

Abschlusskonzert des Villmarer Orgelsommers am 14. August 2016

schroeder
Zum Abschlusskonzert des diesjährigen Villmarer Orgelsommers laden TOCCATA Orgelkultur Limburg-Weilburg e. V. und die Katholische Kirchengemeinde Villmar am Sonntag, 14. August um 18 Uhr in die barocke Pfarrkirche St. Peter und Paul ein. An der Klais-Orgel spielt Johannes Schröder (Wirges) von Johann Sebastian Bach Praeludium und Fuge in C-Dur BWV 547 und vier Bearbeitungen des Chorals „Wer nur den lieben Gott lässt walten“, von Felix Mendelssohn Bartholdy die Orgelsonate Nr. 4, von César Franck vier Stücke aus „L’Organiste“ sowie von Camille Saint-Saëns aus den „7 Improvisationen“ Nr. 5-7.

Johannes Schröder (*1991) erhielt seinen ersten Klavier-, Tonsatz- und Kompositionsunterricht im Alter von 12 Jahren bei Prof. Peter Schneider (Essen), gefolgt von erstem Orgelunterricht. 2009-2012 erhielt er Unterricht bei Domorganist Prof. Stefan Schmidt (Würzburg) und absolvierte ergänzende Studien zur Improvisation bei Frédéric Blanc (Paris). Seit Oktober 2011 studiert er katholische Kirchenmusik und Orgel an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und ist Stipendiat der „Stiftung DEY“ des Bistums Limburg. Johannes Schröder ist seit Mai 2014 als hauptamtlicher Kirchenmusiker am „Westerwälder Dom“ in Wirges tätig.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Zweites Konzert des Villmarer Orgelsommers 2016: „Musikalische Europareise“

Europareise
Zum zweiten Konzert des diesjährigen Villmarer Orgelsommers laden TOCCATA Orgelkultur Limburg-Weilburg e. V. und die Kirchengemeinde am Sonntag, 31. Juli um 18 Uhr in die Ev. Kirche Seelbach ein. Das Heidelberger Vocalensemble „Die Toscaninis“ unter der Leitung von Lorenz Miehlich und Organist Michael A. Müller, Kirchenmusiker in Leimen, führen die Besucher auf eine musikalische Reise durch Europa. Es erklingen u .a. Chorwerke von Palestrina, Byrd und Brahms sowie zwei neue Stücke für Chor und Orgel von Bernhard Hemmerle. Lorenz Miehlich singt ferner aus den Biblischen Liedern von Antonin Dvorak. Michael A. Müller wird eigene Kompositionen auf der historischen Voigt-Orgel spielen.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.