5. Hadamarer Orgelspaziergang am 17. Mai 2015

5. Orgelspaziergang Hadamar 2015

Die Kulturvereinigung Hadamar lädt für Sonntag 17. Mai, zum inzwischen fünften Hadamarer Orgelspaziergang ein. Beginn ist um 14 Uhr an der Ägidienkirche auf dem Mönchberg. Beim anschließenden Besuch weiterer Kirchen in der Stadt gibt es an jeder „Station“ ein kleines Orgel-Konzert. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist frei, um Spenden wird gebeten. Die traditionelle Benefizveranstaltung der Kulturvereinigung Hadamar findet in Zusammenarbeit mit der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde statt. Der Erlös des Orgelspaziergangs ist für das Hospiz in Hadamar bestimmt.

„O Euchari“ – 12 Klangbilder zum Altarjubiläum 8. November 2014 in Villmar

euchari-plakat
Zum diesjährigen Altarjubiläum lädt die Kirchengemeinde St. Peter und Paul Villmar unter dem Titel „O Euchari“ zu einem besonderen Konzerterlebnis am Samstag, 8. November 2014 um 20 Uhr in die barocke Pfarrkirche ein. Es erklingen unter Einbeziehung des Raumes an 12 Stationen Vokalwerke und Orgelimprovisationen zu den Heiligenbildern der Villmarer Altäre. Im Zentrum steht der einstimmige gregorianische Gesang in den Formen Hymnus und Sequenz. Zu Ehren des hl. Eucharius, dem ersten Bischof von Trier, schrieb Hildegard von Bingen die melodisch ausgreifende Sequenz „O Euchari“. Hintergrund war wohl ihr Briefwechsel mit der Trierer Benediktinerabtei St. Eucharius/Matthias sowie ihr Besuch in der Stadt anlässlich einer Predigtreise. Die Abtei wiederum war bis 1802 Pfarr- und Grundherr von Villmar und im 14. Jh. enthielt die Villmarer Pfarrbibliothek eine bedeutende Abschrift von Hildegards „Physica“, welche sich heute in Florenz befindet. An die mittelalterliche Villmarer Jakobus- und Matthiasbruderschaft erinnern Pilgergesänge zu Ehren dieser Apostel aus alter und neuerer Zeit. Das Motiv des Guten Hirten wird in einem der „Biblischen Lieder“ von Anonín Dvořak aufgegriffen. Aus dem 18. Jh. sind handschriftliche Chorbücher für damals neu erbaute Villmarer Pfarrkirche erhalten. Diese enthalten Hymnen zu den Festzeiten des Kirchenjahres. Zu acht dieser Gesänge hat der langjährige Villmarer Kantor Bernhard Hemmerle dreistimmige Männerchorsätze geschrieben, von denen drei im Konzert zu Gehör gebracht werden. Die Ausführenden sind die Sopranistin Angela Baier-Banthien (Potsdam), die Choralscholen Villmar und St. Marien Limburg sowie Domorganist Carsten Igelbrink (Limburg) an der Klais-Orgel. Der Eintritt ist frei – Spenden sind willkommen.

„Schaut die Mutter voller Schmerzen“: Pergolesi/Wieland – St. Peter und Paul Villmar, 28. September 2014

pergolesi-plakat
Anlässlich des Altarjubiläums in St. Peter und Paul Villmar/Lahn veranstaltet TOCCATA Orgelkultur Limburg-Weilburg e. V. am 28. September 2014 um 18 Uhr gemeinsam mit der gastgebenden Kirchengemeinde in der Pfarrkirche ein Konzert, das in besonderer Weise das Schaffen von Christoph Martin Wieland würdigt. Es erklingt das berühmte Stabat Mater von Giovanni Battista Pergolesi mit Wielands deutscher Textübertragung aus dem Jahr 1779 (publiziert in: Der Teutsche Merkur 1781, 1. Quartal, S. 101–106) in einer Fassung für Sopran- und Alt-Solo, Truhenorgel und Kontrabass.

Wieland schätzte die Musik Pergolesis außerordentlich. Im Beitrag von 1781 heißt es über das Stabat Mater: „… und ihr jene in einem so ausserordentlichen Grade Psychagogischen Melodien und Harmonien einzuegeben, von welchem jemand irgendwo gesagt hat: ‚Es hören, wenn du das Schwert im tiefzerrißnen Busen der göttlichen Mutter beweinst, mitweinende Engel dir zu.‘“ Dieser ‚jemand‘ war kein geringerer als Wieland selbst, und zwar in seiner Verserzählung „Der Neue Amadis“ in 18 Gesängen von 1771.

Die Villmarer Altäre im Stil des “Hadamarer Barock”, erbaut 1760-64, stehen zeitlich zwischen der Komposition Pergolesis (1736) und der Übersetzung Wielands (1779) und sind das letzte große Werk dieser Bildhauerschule. Der linke Seitenaltar ist der schmerzhaften Muttergottes (Mater dolorosa) geweiht: Im Zentrum steht die barocke Pietà, begleitet von zwei trauernden Engeln – das Bildmotiv entspricht dem obigen Zitat von Wieland.

Die deutsche Textfassung des Stabat Mater wurde 2008 anlässlich Wielands 275. Geburtstags mit Elisabeth Scholl (Sopran), Alexander Schneider (Countertenor) und dem Münchner Barockorchester L’arpa festante unter Alexander Eberle erstmals aufgeführt und auch als CD eingespielt (verlegt bei NAXOS 8.551276). Das Villmarer Konzert ist demnach eine Uraufführung mit Wielands Text in der Bearbeitung für Soli, Truhenorgel und Kontrabass. Ausführende sind Antje Seibeld (Sopran), Martina Griese (Alt), Martin Buschmann (Orgel) und Peter Seibeld (Kontrabass). Pergolesis Werk vorangestellt ist das Konzert d-moll (nach Vivaldi) BWV 596 von Johann Sebastian Bach mit Martin Buschmann an der Klais-Orgel der Pfarrkirche.

Vor dem Konzert wird um 17:30 Uhr eine Werkeinführung mit dem Literaturwissenschaftler Reinhard Pabst angeboten. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Orgelquartett: Eine Tour zu den vier Brechener Kirchenorgeln – Sonntag, 14. September 2014

Orgel Oberbrechen1
Am Tag des offenen Denkmals 14. September 2014 laden der Archivkreis Brechen und der Verein TOCCATA Orgelkultur Limburg-Weilburg zu einer ganz besonderen Veranstaltung ein, die es in Brechen in dieser Form noch nicht gegeben hat. Die Besucher/innen lernen die Orgeln der vier katholischen Kirchen in der Gemeinde im Rahmen einer organisierten Tour kennen.
Beginn der Veranstaltung ist um 14:00 Uhr in der Kath. Pfarrkirche Hl. Sieben Brüder in Oberbrechen, wo Carsten Trost Stücke aus verschiedenen Epochen auf der Walcker-Orgel spielen wird.
Orgel Niederbrechen3

In der Pfarrkirche St. Maximin in Niederbrechen wird die Tour fortgesetzt. Organistin Jutta Sode wird ab 14:45 Uhr auf der imposanten Göckel-Orgel Stücke aus der Zeit der Romantik zu Gehör bringen.

Orgel Bergen2

Die dritte Station beim Orgelquartett ist die mittelalterliche Berger Kirche, wo Organist Michael Raile um 15:30 Uhr auf der in diesem Jahr neu errichteten Orgel u.a. Musikstücke von Hieronymus Praetorius und Johann Sebastian Bach spielen wird.

Den Abschluss bildet die Kath. Pfarrkirche St. Georg in Werschau, wo ab 16:15 Uhr erneut Carsten Trost auf der historischen Oberlinger-Orgel musizieren wird.

orgel werschau2
Im Anschluss sind alle Besucher/innen der Veranstaltung zu einem kleinen Imbiss eingeladen, den der Pfarrgemeinderat Werschau organisiert hat. Die Feuerwehr und die DLRG stellen an diesem Tag Transportwagen für gehbehinderte Teilnehmer/innen der Orgeltour zur Verfügung. Es besteht die Möglichkeit, den Organisten direkt über die Schulter zu schauen und die ganze Klangvielfalt der unterschiedlichen Orgelmodelle kennenzulernen. Außerdem hat der Archivkreis Brechen einige Informationen zur Geschichte der jeweiligen Orgeln zusammengestellt.

Der Eintritt ist frei, allerdings wird um eine Spende gebeten, die dem Freundeskreis Berger Kirche zugute kommen und zum Erhalt dieses bedeutenden Denkmals beitragen soll. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie der Kreissparkasse Limburg.

14. Limburger Orgelspaziergang am 31. August 2014

lm-orgelspaziergang-2014Am Sonntag, dem 31. August 2014 findet wieder der traditionelle Limburger Orgelspaziergang statt. Bereits zum 14. Mal spielen vier Organisten an verschiedenen Orten kleine kurzweilige Orgelkonzerte zu Gunsten eines guten Zweckes. In diesem Jahr geht der Erlös an die Kirchengemeinde St. Josef in Staffel. Im Zuge der Planungen die Kirche abzureißen und durch ein kleineres Gemeindezentrum zu ersetzen hat die Gemeinde schon früh ihre Orgel verkauft. Seit dem behilft sich die Gemeinde mit einem kleinen provisorischen Instrument. Durch Änderungen in der Planung kann die Kirche nun doch stehen bleiben. Mit den Spendengeldern durch den Orgelspaziergang wollen die Organisten die Kirchengemeinde beim Kauf einer neuen Orgel unterstützen. Neu im Kreis der Musizierenden ist Frau Esther Truhn als neue Kirchenmusikerin der Evangelischen Kirche am Bahnhof. Sie eröffnet dort die Reihe am Sonntag um 14.00 Uhr. Weitere Stationen sind die Annakirche um 14.45 Uhr mit Martin Buschmann, die Stadtkirche um 16.00 Uhr mit Carsten Igelbrink sowie abschließend der Dom um 16.45 Uhr mit Johannes Schröder. Gegen 15.15 Uhr sorgt die italienische Gemeinde an der Annakirche mit Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl.

Musikalische Zeitreise in Aumenau zum Abschluss des Villmarer Orgelsommers

cimg1307.jpg
Zum Abschlusskonzert des diesjährigen Villmarer Orgelsommers laden TOCCATA Orgelkultur Limburg-Weilburg und die gastgebende Kirchengemeinde am Sonntag, 24. August um 18 Uhr in die Evangelische Kirche Aumenau ein. Anlässlich der 1250-Jahrfeier des urkundlich ältesten Ortes im Landkreis nimmt Dekanatskirchenmusiker Martin Buschmann (Hadamar) die Zuhörer mit auf eine musikalische Zeitreise an drei Orgeln. Zu dem historischen Instrument von Raßmann (1903) und der Walcker-Orgel gesellt sich die Truhenorgel des Evangelischen Dekanats Runkel, die im vergangenen Jahr um ein Regal-Register nach einem historischen Vorbild des 17. Jh. ergänzt wurde. Der Bogen der Zeitreise reicht von ‚Estampie‘ aus dem Robertsbridge-Codex, der ältesten, um 1360 notierten Orgelmusik, über Werke der Renaissance und des Barock, u. a. von Sweelinck und Bach, bis zur romantischen Literatur von Mendelssohn und Dubois. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Zweites Konzert im Villmarer Orgelsommer 2014 – Harald Opitz an der historischen Voigt-Orgel der Ev. Kirche zu Seelbach

cimg1307.jpg
Zum zweiten Konzert des Villmarer Orgelsommers laden TOCCATA Orgelkultur Limburg-Weilburg e. V. und die Evangelische Kirchengemeinde am Sonntag, 10. August um 18 Uhr in die Seelbacher Kirche ein. An der historischen Voigt-Orgel spielt Harald Opitz (Ev. Dekanat Runkel). Auf dem Programm stehen Praeludium und Fuge in G-Dur von Johann Sebastian Bach, die Orgelsonaten Nr. 2 und 5 von Felix Mendelssohn Bartholdy, Praeludium und Fuge in a-moll von Johannes Brahms sowie als Uraufführung „Pass it on“ (nach einer Melodie von Kurt Kaiser) in an Organ-Prelude für Orgel zu zehn Fingern von Harald Opitz.

Das Programm ist durch die Voigt-Orgel von 1877 inspiriert – noch eine „klassische“ Schleifladen-Orgel, ein Instrumententypus, für den Mendelssohn seine Sonaten geschrieben hat. Sie waren die ersten Orgelwerke eines anerkannten Komponisten seit dem Tode Bachs und führten zu der Renaissance des Instrumentes und seiner Weiterentwicklung zur romantischen Orgel. So stehen die beiden Sonaten Mendelssohns im Mittelpunkt mit dem Rückgriff auf den Altmeister Bach und der „Vorschau“ auf den Zeitgenossen Brahms, dessen Praeludium und Fuge genau für die Seelbacher Orgel passt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Eröffnungskonzert Villmarer Orgelsommer 2014 – 175 Jahre Franz Alfred Muth

Franz-Alfred-Muth-1
Das Eröffnungskonzert des Villmarer Orgelsommers 2014, zu dem die Pfarrei St. Peter und Paul Villmar und TOCCATA Orgelkultur Limburg-Weilburg am Sonntag, 27. Juli um 18 Uhr in die barocke Pfarrkirche einladen, steht im Zeichen des Dichterpfarrers Franz Alfred Muth (1839-1890), der vor 175 Jahren in Hadamar geboren wurde.

Die Zuhörer erwartet Chormusik auf hohem Niveau, dargeboten vom Frauenkammerchor Cosima unter der Leitung von Ulrike Klingelhöfer. Auf dem Programm stehen Muth-Vertonungen von Josef Gabriel Rheinberger, Michael Haller, Simon Breu und Bernhard Hemmerle sowie Chorwerke Frank M. Herzog, Giovanni Croce, Bedrich Smetana, Javier Busto und Gustav Jenner.

Der Frauenkammerchor Cosima e. V. besteht in seiner jetzigen Form seit dem Jahr 2007. Das weitgefächerte Repertoire des Chores beinhaltet alle Epochen und Stilrichtungen geistlicher und weltlicher Natur. Ein besonderes Ziel des Chores ist es, traditionelle Chormusik mit Moderne zu verbinden. 2010 errang der Chor beim Wettbewerb „Frohsinnfestival“ in Wirges den Sieg in der „Offenen Kategorie gleichstimmig“ und erhielt für seine sängerischen Leistungen ein Diplom in Gold.
Orgel_Villmar
Passend zur romantisch geprägten Chormusik spielt Bezirkskantor Michael Loos an der Klais-Orgel die Sonate Nr. 8 e-moll von Rheinberger. Den Orgelpart bei den begleiteten Chorwerken übernimmt Monika Klingelhöfer. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

VILLMARER ORGELSOMMER 2014

Orgelsommer2014
Die diesjährige Reihe des Villmarer Orgelsommers umfasst Konzerte an drei Sonntagen jeweils um 18 Uhr. Das Eröffnungskonzert in St. Peter & Paul Villmar am 27. Juli 2014 steht im Zeichen des nassauischen Dichterpfarrers Franz Alfred Muth (1839-1890), der vor 175 Jahren geboren wurde. Der Frauenkammerchor ‚Cosima‘ unter der Leitung von Ulrike Klingelhöfer singt Muth-Vertonungen u. a. von M. Haller, J. G. Rheinberger, S. Breu und B. Hemmerle. Abgerundet wird das Programm durch die Orgelsonate Nr. 8 e-moll op. 132 von Rheinberger mit Bezirkskantor Michael Loos (Hadamar) an der Klais-Orgel. Im Konzert am 10. August 2014 ist Harald Opitz an der historischen Voigt-Orgel der Evangelischen Kirche Seelbach zu hören. Im Rahmen der 1250-Jahrfeier von Aumenau lädt abschließend Dekanatskirchenmusiker Martin Buschmann (Hadamar) am 24. August in der Evangelischen Kirche Aumenau zu einer musikalische Zeitreise an drei Orgeln ein.

„Heidelberger Romantik“ in der Reihe Lubentius Musik am 28. Juni 2014

cp-dietkirchen
Heidelberg als „Stadt der Romantik“ war bereits im 19. Jahrhundert ein regelrechter Touristenmagnet. Schriftsteller, bildende Künstler und Komponisten ließen sich in der Stadt am Neckar von ihrer idyllischen Lage, der Schlossruine und dem intellektuellen Leben inspirieren – darunter Robert Schumann, Max Reger, Franz Liszt, Johannes Brahms und Felix Mendelssohn Bartholdy. Als Botschafter Heidelbergs bringt die Cappella Palatina am Samstag, 28. Juni 2014 um 18 Uhr in der Lubentius-Basilika Dietkirchen Chormusik a cappella dieser Komponisten zu Gehör. Es erklingen u. a. die 4 bis 8-stimmige Psalmvertonung „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ von Mendelssohn, „Es ist das Heil uns kommen her“ von Brahms, „Wir glauben an einen Gott“ von Reger, „Pater noster“ von Liszt und „Talismane“ für Doppelchor von Schumann. Dirigent Markus Uhl spielt an der Woehl-Orgel der Basilika Literatur der deutschen Romantik, darunter die „Sonate I“ von Mendelssohn und „Introduktion und Passacaglia d-moll“ von Reger. Uhl, der seine Ausbildung in Freiburg und Weimar genoss, ist seit 2007 als Bezirkskantor für die Kirchenmusik an der Jesuitenkirche Heidelberg verantwortlich. Die 1971 gegründete Cappella Palatina ist der Chor des Dekanats Heidelberg mit Sitz an der Jesuitenkirche. Zu dem Konzert innerhalb der Reihe „Lubentius-Musik“ laden die Pfarrgemeinde und TOCCATA Orgelkultur Limburg-Weilburg herzlich sein. Der Eintritt ist frei, nach dem Konzert wird um eine Spende gebeten.