Eröffnungskonzert Villmarer Orgelsommer 2016: „Bach und Wagner durch die Brille von Franz Liszt – Originale und Bearbeitungen eigener und fremder Werke“

Elke_Michel-Blagrave
Das Eröffnungskonzert des Villmarer Orgelsommers 2016, zu dem die Pfarrei St. Peter und Paul Villmar und TOCCATA Orgelkultur Limburg-Weilburg am Sonntag, 17. Juli um 18 Uhr in die barocke Pfarrkirche einladen, steht im Zeichen der Komponisten Johann Sebastian Bach und Franz Liszt.

An der Klais-Orgel spielt Dr. Elke Michel-Blagrave, Kirchenmusikerin der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Berchtesgaden. Auf dem Programm stehen u. a. die Bearbeitung eines Vivaldi-Violinkonzerts für Orgel von J. S. Bach, dessen Praeludium und Fuge in G sowie von F. Liszt Transkriptionen für Orgel aus seinem Oratorium „Christus“, aus zwei Bach-Kantaten sowie der Pilgerchor aus Wagners „Tannhäuser“ und die Fantasie über B-A-C-H.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

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Villmarer Orgelsommer 2016

Orgelsommer2015

Auch in diesem Jahr bereichert der Villmarer Orgelsommer zur Ferienzeit das Musikleben der Region. Den Auftakt macht am 17. Juli an der Klais-Orgel der Pfarrkirche St. Peter und Paul zu Villmar Dr. Elke Michel-Blagrave, Kirchenmusikerin der Ev-Luth. Kirchengemeinde Berchtesgaden, mit „Bach und Wagner durch die Brille von Franz Liszt – Originale und Bearbeitungen eigener und fremder Werke“. Das zweite Konzert in der Ev. Kirche zu Villmar-Seelbach verbindet unter dem Motto „Orgel plus Chor“ das Vocalensemble „Die Toscaninis“ unter der Leitung von Lorenz Miehlich (Heidelberg) mit dem Leimener Kirchenmusiker Michael A. Müller an der historischen Voigt-Orgel. Das Konzert ist zugleich Abschluss eines Stimmbildungsseminars in Hübingen (Westerwald). Den Schlusspunkt der Reihe bildet ein Konzert in St. Peter und Paul Villmar mit Johannes Schröder, Kirchenmusiker am „Westerwälder Dom“ in Wirges. Er spielt Werke von Bach, Mendelssohn, Franck und Saint-Saëns. Die Konzerte beginnen jeweils um 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

Stimmbildungskurs in Hübingen (Westerwald) mit Lorenz Miehlich 28.-31. Juli 2016

„Worte, Weisen und Visionen“ – Konzert zur Ausstellung „Hildegard von Bingen“ am 8. Mai 2016 in Villmar

Hildegard-Plakat
Das Begleitprogramm zur Ausstellung „Hildegard von Bingen“ des Diözesan-Bildungswerks Limburg, die vom 24. April bis zum 16. Mai in der Villmarer Pfarrkirche St. Peter und Paul zu besichtigen ist, bietet einen besonderen musikalischen Leckerbissen: Für Sonntag, dem 8. Mai um 17 Uhr laden die Kirchengemeinde und TOCCATA Orgelkultur Limburg-Weilburg e. V. zu einem Konzert ein, das sich unter dem Motto „Worte, Weisen und Visionen“ besonders der Musik Hildegards widmet. Ausführende sind die aus Villmar stammende Sopranistin Angela Baier-Banthien, die Choralscholen Villmar und St. Marien Limburg sowie der Limburger Domorganist Carsten Igelbrink an der Klais-Orgel.

Villmar ist mit der hl. Hildegard auf zweierlei Weise verbunden, und zwar über die Trierer Benediktinerabtei St. Matthias, die von 1053 bis 1802 Pfarr- und Grundherr von Villmar war: Zum einen fällt in den Aufenthalt von Papst Eugen III. in der Abtei im Winter 1147/48 anlässlich der Trierer Synode sowohl die Erlaubnis für Hildegard, ihre Visionen zu publizieren, als auch die Bestätigung der Schenkung des Königshofs Villmar durch Kaiser Heinrich III. an das Kloster. Hinzu kommt der ausführliche Briefwechsel Hildegards mit dem Konvent. Zum anderen befand sich eine der wichtigsten Abschriften von Hildegards Natur- und Heilkundewerk „Physica“ Anfang des 14. Jh. in der Bibliothek der Außenstelle Villmar, wie ein Besitzvermerk im vorderen Innendeckel verrät. Die Handschrift befindet sich heute in der Bibliotheca Medicea Laurenziana zu Florenz.

Auf dem Programm stehen Lieder Hildegards, deren Texte und Melodien sie selber schrieb. Der visionäre Charakter ihrer Werke zeigt sich auch in dieser Musik, deren ausgreifender Tonumfang die übliche Musizierpraxis des 12. Jahrhunderts überschreitet und sängerisch recht hohe Anforderungen stellt. Aus ihrem Gesamtwerk „Symphonia armonie celestium revelationum“ (= „Symphonie der Harmonie der himmlischen Erscheinungen“), einer Sammlung von 77 geistlichen Liedern, die im „Wiesbadener Riesenkodex“ überliefert ist, erklingen fünf Gesänge, die teils solistisch, teils vom Schola-Ensemble oder auch in Alternatim-Praxis im Wechsel mit der Orgel ausgeführt werden. Darunter die Sequenz „O Euchari“ und der Hymnus „Mathias sanctus“, worin Hildegard ihre enge Verbindung zu der Trierer Abtei ausdrückt.

Eine Brücke in die Gegenwart schlägt die Uraufführung von drei geistlichen Liedern des Villmarer Kirchenmusikers und Komponisten Bernhard Hemmerle: Ein Hildegard-Hymnus für Sopran-Solo und Schola sowie zwei Gesänge (Ave Maria und Ave verum) für Solo-Stimme und Orgel. Ein weiteres Element des Konzerts bildet, inspiriert von Hildegards visionärer Klangwelt, das improvisierte Orgelspiel – gemäß einem Zitat des französischen Organisten Charles-Marie Widor: „Orgelspielen heißt einen mit dem Schauen der Ewigkeit erfüllten Willen offenbaren.“ Ergänzt werden die musikalischen Darbietungen durch Texte aus den Schriften Hildegards.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Chor- und Orgelkarawane Hünfelden am 13. September 2015

Orgelkarawane-Plakat
Zum diesjährigen „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag 13. September – zugleich der 5. Deutsche Orgeltag – laden TOCCATA Orgelkultur Limburg-Weilburg e. V., die Gemeinde Hünfelden mit Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer als Schirmherrin und die gastgebenden Kirchengemeinden Mensfelden, Heringen, Kirberg und Dauborn zu einer Chor- und Orgelkarawane ein. Die Tour zu vier Kirchen im Südlimburger Hügelland bietet Einblicke in diese Baudenkmäler und bringt Chormusik sowie Orgelwerke an historischen Instrumenten zu Gehör.

 

Mensfelden. Die Reihe der Kurzkonzerte von jeweils einer halben Stunde startet um 14 Uhr in der evangelischen Kirche zu Mensfelden. Passend zum romanischen Chorturm aus dem 13. Jh. (so alt wie der Limburger Dom) erklingt die älteste abendländische Vokalmusik, der gregorianische Gesang, in Bearbeitungen von Bernhard Hemmerle (Villmar). Es singt eine Projektschola aus St. Marien Limburg und St. Peter und Paul Villmar. An der Oberlinger-Orgel mit dem historischen Barockprospekt spielt Jutta Sode (Niederbrechen) und an der Truhenorgel des Dekanates Runkel Dekanatskirchenmusiker Martin Buschmann (Hadamar). Auf dem Programm stehen Orgelwerke von Georg Muffat, Paul Hindemith und Vincent Lübeck. Öffnungszeit der Kirche: 13-15 Uhr.

Heringen. Weiter geht es um 14:45 Uhr in der evangelischen Kirche Heringen, deren Orgel 1825 aus der ehem. Franziskanerkirche zu Hadamar erworben wurde. Das ursprüngliche Instrument stammt von einem unbekannten Erbauer aus der Zeit um 1680. Erhalten ist nach mehreren Umbauten der schöne Barockprospekt sowie in Form historischer Register das älteste klingende Orgelmaterial unserer Region. An der Orgel spiel Bezirkskantor Michael Loos (Hadamar). Der gemischte Chor Mensfelden unter der Leitung von Josef Schmitt singt Werke der Romantik aus Leipzig, Hessen-Darmstadt und Wittenberg. Öffnungszeit der Kirche: 14-16 Uhr.

Kirberg. Die Karawane macht um 15:30 Uhr Station in Kirberg, wo in der evangelischen Kirche die „Burgspatzen“ und der Kinderchor Dauborn die Besucher erwarten. Anschließend lädt der Geschichtsverein „Einst und Jetzt“ zu einer Kaffeepause in und um das Alte Rathaus ein, wo die neuen Räumlichkeiten des historischen Museums anlässlich des Denkmaltags besichtigt werden können. Um 16:45 singt die Kantorei des Dekanats Runkel unter der Leitung von Martin Buschmann und begleitet von Jutta Sode Teile aus dem Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Als musikalischen Rahmen spielt Martin Buschmann drei Mendelssohn-Präludien aus der Zeit der Dreymann-Orgel. Diese wurde 1836 auf Betreiben des Kirberger Dekans und Heimatforschers Christian Daniel Vogel angeschafft und ist mit ihrer reichen Disposition auf nur einem Manual und Pedal ideal für die Interpretation romantischer Literatur. Öffnungszeit der Kirche: 15-17 Uhr.

Dauborn. Ziel ist um 17:30 Uhr die evangelische Kirche zu Dauborn, wo schon ab 14 Uhr Pfarrer Wolfgang Plodek das Projekt „Orgelbau praktisch“ anbietet: Holzpfeifen werden verleimt und in das abendliche Konzert einbezogen. Nach Bedarf gibt es Führungen zu Orgel und Glocken. Das Vocalensemble „Toscaninis“ unter der Leitung von Lorenz Miehlich wartet mit à-cappella-Chorwerken und einer Chorimprovisation auf. An der historischen Raßmann-Orgel spielt Michael Loos. Den gemütlichen Abschluss bildet ein Empfang im Dauborner Pfarrgarten (bei ungünstigem Wetter im Gemeindehaus), zu dem Erzeugnisse der örtlichen Brennereien zur Verkostung angeboten werden.

Videto-logo
Die Veranstaltung wird im Rahmen der Bundesprogramme „Vielfalt tut gut“ und  „TOLERANZ FÖRDERN-KOMPETENZ STÄRKEN“ von „VIDETO“ (VIelfalt, DEmokratie, TOleranz im Landkreis Limburg-Weilburg) unterstützt.

Für den Transfer wird ein Bus-Shuttle eingerichtet. Der Bus startet um 13:30 Uhr am P&R-Parkplatz Kirberg (B 417 Richtung Limburg) nach Mensfelden und fährt von dort mit der Karawane über Heringen und Kirberg nach Dauborn. Von dort um 19:15 Uhr Rückfahrt über P&R-Parkplatz Kirberg, Limburger Str. Kirberg, Heringen nach Mensfelden.

Programmheft

15. Limburger Orgelspaziergang

2015_HandzDer traditionelle Limburger Orgelspaziergang findet am Sonntag, 30. August, statt. Über den Nachmittag verteilt werden in vier Innenstadtkirchen kurzweilige Orgelkonzerte angeboten. Beginn ist um 14 Uhr in der evangelischen Kirche am Bahnhof. Dort begrüßt Kantorin Esther Thrun die Gäste an der Weigle-Orgel mit Charakterstücken und Choralbearbeitungen. Der Spaziergang wird fortgesetzt um 14:45 Uhr in der Annakirche mit Dekanatskantor Martin Buschmann. Er spielt an der Schiegnitz-Orgel Werke von Bach, Bruhns, Merkel, Scheidt und Lesley. Die Kaffeepause wird gegen 15:15 Uhr auf dem Bischofsplatz angeboten. Dort findet in der Stadtkirche auch das dritte Konzert um 16 Uhr mit Kantor Harald Opitz an der Klais-Orgel statt, in dem alte Werke mit eigenen Kompositionen kontrastieren. Zum Abschluss bietet Domorganist Carsten Igelbrink um 16:45 Uhr an der Domorgel ein romantisches Programm, in dem die selten zu hörenden „Three Cathedral Voluntaries“ des englischen Komponisten Richard Hall im Mittelpunkt stehen. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei. Am Ausgang wird um eine Spende gebeten.

Villmarer Orgelsommer 2015

Orgelsommer2015

Demnächst bietet der Villmarer Orgelsommer in zwei Konzerten an den bewährten Spielstätten St. Peter und Paul Villmar und der Ev. Kirche Seelbach wieder sommerliche Chor- und Orgelmusik.

Im ersten Konzert in St. Peter und Paul am 9. August um 18 Uhr singt das Vocalensemble „Toscaninis“ unter der Leitung von Lorenz Miehlich als Abschluss eines Stimmbildungskurses im Rheingau. An der Klais-Orgel spielt Thomas Wilhelm, Kirchenmusiker an St. Nikolaus Bad Vilbel, Orgel- und Glockensachverständiger der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und Lehrbeauftragter für Orgelkunde in Heidelberg.

Das zweite Konzert in Seelbach steht unter dem Motto „Geh aus mein Herz und suche Freud – Ein musikalischer Scherz:
Heitere und besinnliche Orgelmusiken im Sommer“. Doris Hagel, Dekanatskantorin im Dekanat Weilburg und Kantorin an der Weilburger Schlosskirche, spielt Werke von Georg Böhm, Johann Sebastian Bach, Guillaume Lasceux, Nicolas Clérambault und Carl Philipp Emanuel Bach.

Stimmbildungskurs im Rheingau mit Lorez Miehlich 4.-9. August 2015

5. Hadamarer Orgelspaziergang am 17. Mai 2015

5. Orgelspaziergang Hadamar 2015

Die Kulturvereinigung Hadamar lädt für Sonntag 17. Mai, zum inzwischen fünften Hadamarer Orgelspaziergang ein. Beginn ist um 14 Uhr an der Ägidienkirche auf dem Mönchberg. Beim anschließenden Besuch weiterer Kirchen in der Stadt gibt es an jeder „Station“ ein kleines Orgel-Konzert. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist frei, um Spenden wird gebeten. Die traditionelle Benefizveranstaltung der Kulturvereinigung Hadamar findet in Zusammenarbeit mit der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde statt. Der Erlös des Orgelspaziergangs ist für das Hospiz in Hadamar bestimmt.

„O Euchari“ – 12 Klangbilder zum Altarjubiläum 8. November 2014 in Villmar

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Zum diesjährigen Altarjubiläum lädt die Kirchengemeinde St. Peter und Paul Villmar unter dem Titel „O Euchari“ zu einem besonderen Konzerterlebnis am Samstag, 8. November 2014 um 20 Uhr in die barocke Pfarrkirche ein. Es erklingen unter Einbeziehung des Raumes an 12 Stationen Vokalwerke und Orgelimprovisationen zu den Heiligenbildern der Villmarer Altäre. Im Zentrum steht der einstimmige gregorianische Gesang in den Formen Hymnus und Sequenz. Zu Ehren des hl. Eucharius, dem ersten Bischof von Trier, schrieb Hildegard von Bingen die melodisch ausgreifende Sequenz „O Euchari“. Hintergrund war wohl ihr Briefwechsel mit der Trierer Benediktinerabtei St. Eucharius/Matthias sowie ihr Besuch in der Stadt anlässlich einer Predigtreise. Die Abtei wiederum war bis 1802 Pfarr- und Grundherr von Villmar und im 14. Jh. enthielt die Villmarer Pfarrbibliothek eine bedeutende Abschrift von Hildegards „Physica“, welche sich heute in Florenz befindet. An die mittelalterliche Villmarer Jakobus- und Matthiasbruderschaft erinnern Pilgergesänge zu Ehren dieser Apostel aus alter und neuerer Zeit. Das Motiv des Guten Hirten wird in einem der „Biblischen Lieder“ von Anonín Dvořak aufgegriffen. Aus dem 18. Jh. sind handschriftliche Chorbücher für damals neu erbaute Villmarer Pfarrkirche erhalten. Diese enthalten Hymnen zu den Festzeiten des Kirchenjahres. Zu acht dieser Gesänge hat der langjährige Villmarer Kantor Bernhard Hemmerle dreistimmige Männerchorsätze geschrieben, von denen drei im Konzert zu Gehör gebracht werden. Die Ausführenden sind die Sopranistin Angela Baier-Banthien (Potsdam), die Choralscholen Villmar und St. Marien Limburg sowie Domorganist Carsten Igelbrink (Limburg) an der Klais-Orgel. Der Eintritt ist frei – Spenden sind willkommen.

„Schaut die Mutter voller Schmerzen“: Pergolesi/Wieland – St. Peter und Paul Villmar, 28. September 2014

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Anlässlich des Altarjubiläums in St. Peter und Paul Villmar/Lahn veranstaltet TOCCATA Orgelkultur Limburg-Weilburg e. V. am 28. September 2014 um 18 Uhr gemeinsam mit der gastgebenden Kirchengemeinde in der Pfarrkirche ein Konzert, das in besonderer Weise das Schaffen von Christoph Martin Wieland würdigt. Es erklingt das berühmte Stabat Mater von Giovanni Battista Pergolesi mit Wielands deutscher Textübertragung aus dem Jahr 1779 (publiziert in: Der Teutsche Merkur 1781, 1. Quartal, S. 101–106) in einer Fassung für Sopran- und Alt-Solo, Truhenorgel und Kontrabass.

Wieland schätzte die Musik Pergolesis außerordentlich. Im Beitrag von 1781 heißt es über das Stabat Mater: „… und ihr jene in einem so ausserordentlichen Grade Psychagogischen Melodien und Harmonien einzuegeben, von welchem jemand irgendwo gesagt hat: ‚Es hören, wenn du das Schwert im tiefzerrißnen Busen der göttlichen Mutter beweinst, mitweinende Engel dir zu.‘“ Dieser ‚jemand‘ war kein geringerer als Wieland selbst, und zwar in seiner Verserzählung „Der Neue Amadis“ in 18 Gesängen von 1771.

Die Villmarer Altäre im Stil des “Hadamarer Barock”, erbaut 1760-64, stehen zeitlich zwischen der Komposition Pergolesis (1736) und der Übersetzung Wielands (1779) und sind das letzte große Werk dieser Bildhauerschule. Der linke Seitenaltar ist der schmerzhaften Muttergottes (Mater dolorosa) geweiht: Im Zentrum steht die barocke Pietà, begleitet von zwei trauernden Engeln – das Bildmotiv entspricht dem obigen Zitat von Wieland.

Die deutsche Textfassung des Stabat Mater wurde 2008 anlässlich Wielands 275. Geburtstags mit Elisabeth Scholl (Sopran), Alexander Schneider (Countertenor) und dem Münchner Barockorchester L’arpa festante unter Alexander Eberle erstmals aufgeführt und auch als CD eingespielt (verlegt bei NAXOS 8.551276). Das Villmarer Konzert ist demnach eine Uraufführung mit Wielands Text in der Bearbeitung für Soli, Truhenorgel und Kontrabass. Ausführende sind Antje Seibeld (Sopran), Martina Griese (Alt), Martin Buschmann (Orgel) und Peter Seibeld (Kontrabass). Pergolesis Werk vorangestellt ist das Konzert d-moll (nach Vivaldi) BWV 596 von Johann Sebastian Bach mit Martin Buschmann an der Klais-Orgel der Pfarrkirche.

Vor dem Konzert wird um 17:30 Uhr eine Werkeinführung mit dem Literaturwissenschaftler Reinhard Pabst angeboten. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Orgelquartett: Eine Tour zu den vier Brechener Kirchenorgeln – Sonntag, 14. September 2014

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Am Tag des offenen Denkmals 14. September 2014 laden der Archivkreis Brechen und der Verein TOCCATA Orgelkultur Limburg-Weilburg zu einer ganz besonderen Veranstaltung ein, die es in Brechen in dieser Form noch nicht gegeben hat. Die Besucher/innen lernen die Orgeln der vier katholischen Kirchen in der Gemeinde im Rahmen einer organisierten Tour kennen.
Beginn der Veranstaltung ist um 14:00 Uhr in der Kath. Pfarrkirche Hl. Sieben Brüder in Oberbrechen, wo Carsten Trost Stücke aus verschiedenen Epochen auf der Walcker-Orgel spielen wird.
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In der Pfarrkirche St. Maximin in Niederbrechen wird die Tour fortgesetzt. Organistin Jutta Sode wird ab 14:45 Uhr auf der imposanten Göckel-Orgel Stücke aus der Zeit der Romantik zu Gehör bringen.

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Die dritte Station beim Orgelquartett ist die mittelalterliche Berger Kirche, wo Organist Michael Raile um 15:30 Uhr auf der in diesem Jahr neu errichteten Orgel u.a. Musikstücke von Hieronymus Praetorius und Johann Sebastian Bach spielen wird.

Den Abschluss bildet die Kath. Pfarrkirche St. Georg in Werschau, wo ab 16:15 Uhr erneut Carsten Trost auf der historischen Oberlinger-Orgel musizieren wird.

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Im Anschluss sind alle Besucher/innen der Veranstaltung zu einem kleinen Imbiss eingeladen, den der Pfarrgemeinderat Werschau organisiert hat. Die Feuerwehr und die DLRG stellen an diesem Tag Transportwagen für gehbehinderte Teilnehmer/innen der Orgeltour zur Verfügung. Es besteht die Möglichkeit, den Organisten direkt über die Schulter zu schauen und die ganze Klangvielfalt der unterschiedlichen Orgelmodelle kennenzulernen. Außerdem hat der Archivkreis Brechen einige Informationen zur Geschichte der jeweiligen Orgeln zusammengestellt.

Der Eintritt ist frei, allerdings wird um eine Spende gebeten, die dem Freundeskreis Berger Kirche zugute kommen und zum Erhalt dieses bedeutenden Denkmals beitragen soll. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie der Kreissparkasse Limburg.